Grundwassersanierung Nycomed Betriebsstätte Oranienburg
Der Umweltschaden besteht in der Verunreinigung durch pharmatypische Stoffe, BTEX, Phenole sowie Schwefelwasserstoff und beeinflusst sowohl die gesättigte als auch die ungesättigte Bodenzone des Areals. CAH erstellte 2001/3 auf der Basis vorhandener Erkundungsdaten sowie den Ergebnissen eines durchgeführten halbtechnischen Versuches ein Sanierungskonzept sowie die daraus resultierende Ausführungsplanung eines Sanierungssystems. Das Sanierungsziel besteht in der Quellensanierung auf dem Betriebsgelände mit gleichzeitiger Emissionssicherung hinsichtlich benachbarter Grundstücke und Vorfluter.
Die Grundlagen des Systems bilden mikrobiologisch wirksame In-situ- und On-site-Technologien. Die Herstellung des Systems erfolgte in 2004 in ca. 32-wöchiger Bauzeit unter der Bauoberleitung der CAH. Der Produktions- und Verwaltungsbetrieb des Auftraggebers konnte in dieser Zeit vollständig aufrecht erhalten werden. Der Betrieb des Sanierungssystems wurde Mitte Januar 2005 aufgenommen und um vorab errichtete Elemente zur Bodenluftabsaugung und -behandlung erweitert. Die Steuerung des gesamten Systems erfolgt durch die CAH im Rahmen der Fachtechnischen Betreuung mit Unterstützung eines Grundwassermodelles. Die realisierten Leistungskennzahlen Systemverfügbarkeit, Schadstoffelimination und Kostenwirksamkeit übertreffen nach ca. 2,5-jährigen Sanierungsbetriebes die Vorgaben der Planung deutlich
Wesentliche Merkmale der Sanierung sind:
- Hydraulische Sanierung
- Bodenluftabsaugung
- Biologische In-situ-Sanierung
- Nachgeschaltete Aufbereitungsanlagen (Desorption, biologisch wirksame Trocken- und Aktivkohle-Filtration, katalytische Oxidation)
Auftraggeber
Nycomed Pharma Oranienburg AG
Durchführung: seit 2000
Halbtechnischer Versuch 2000/2001
Konzept 2001/ 2002
Planung 2002/ 2003
Herstellung 2004
Betrieb seit 2005
Finanziert durch
Nycomed Pharma Oranienburg AG
Kategorie
Ressourcenmanagement
Projektdaten
Gesamtsanierungsareal: ca. 10 ha
Förder- und Einleitbrunnen: 4
Infiltrationslanzen: 60
Grundwassermessstellen (teilw. Multilevel): ca. 40
Förder- und Aufbereitungsanlage: 75 m³/h
6 Bodenluftentnahmebereiche: 550 m³/h
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